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Presse

Psalmen Davids (2009)
Vesperae in festo Pentecostes - Orlando di Lasso (Pfingsten 2006)
O Magnum Mysterium (05)
What is our life?
O Magnum Mysterium (04)
What is our life? (Mai '04)
Requiem von Victoria (Juni '03)
Tota pulchra es, amica mea (März '03)
Christmas Charols (Dezember '02)
Tota pulchra es, amica mea (März '02)
Israel in Egypt (Juni '01)
Accorrete belle Ninfe e Pastori (März '99)
O primavera (März '99)
Missa Papae Marcelli (G.P.da Palestrina, Juni '98)

 

Psalmen Davids - Heinrich Schütz / Rudolf Meyer

Ein eindringliches Hörerlebnis

KONZERT
Eine ganz besondere Stimmung entwickelte sich während des Konzertes
am vergangenen Sonntagabend in der prunkvollen spätbarocken
Klosterkirche Rheinau, als die frühbarocke, in sich streng geordnete
Musik von Heinrich Schütz erklang. Mit den selten gehörten Psalmen
Davids, dem ersten deutschsprachigen Werk von Heinrich Schütz (1585–
1672), gastierte das Winterthurer Vokalensemble zusammen mit dem
Ensemble la fontaine (Leitung Reto Cuonz) in diesem stilistischen
Spannungsfeld; die Leitung des Konzertes lag bei Beat Merz, dem Leiterdes Winterthurer Vokalensembles.

(... ganzer Text, pdf 178kb)

(Schaffhauser Nachrichten vom 24. Juni 2009)


Vesperae in festo Pentecostes - Orlando di Lasso

Altbewährt und modern

Die Kombination von Psalmen des Renaissance-Komponisten Orlando di Lasso mit dem zeitgenössischen Hymnus von Caroline Charrière ist weniger ungewöhnlich, als es zunächst scheint. Nur wenige Komponisten vertonten eine Vesper als Ganzes. Auch Orlando di Lasso schuf Vesperpsalmen und Vertonungen des Magnificats, aber keine durchkomponierte Vesper. Als Kernstück dieser Pfingstvesper erklang als Uraufführung das «Veni Creator Spiritus» der Westschweizerin Caroline Charrière. Sicher ist der zeitgenössische Hymnus ein Kontrast zum Vollklang der Renaissance. Er fügt sich weniger ein, als er vielmehr der Höhepunkt dieser Aufführung ist...

(... ganzer Text, pdf 178kb)

(Andelfinger Zeitung vom 9. Juni 2006)

 

Ein Ganzes aus Teilen
Pfingstvesper im Grossmünster

tsr. Dass sich unter den zahlreichen kulturellen Zerstreuungsangeboten des Pfingstwochenendes auch eines fand, das sich mit dem Inhalt des christlichen Festes auseinandersetzte, ist erfreulich. Das Winterthurer Vokalensemble und das Ensemble Divertimento vocale Freiburg führten im Zürcher Grossmünster eine Vesper auf, die zur Hauptsache aus Musikstücken von Orlando di Lasso bestand. Die Bezeichnung «Vesperae in festo Pentecostes» ist allerdings etwas irreführend, denn es existiert von Lasso keine «Vesper für das Pfingstfest». Die beiden Chorleiter, Beat Merz vom Winterthurer und Hubert Reidy vom Freiburger Chor, haben vielmehr einzelne Vesperpsalmen, ein «Magnificat» und ein «Salve Regina» des Renaissance-Komponisten, zusammengestellt. Ergänzt haben sie diesen Kern mit Werken anderer Komponisten und mit den gregorianischen Gesängen der Pfingstvesper, so dass daraus eine Kompilation entstanden ist, die den vollständigen liturgischen Ablauf wiedergibt.

Höhepunkte der Aufführung bildeten die doppelchörigen Psalmen,...

(... ganzer Text, pdf 77kb)

(NZZ vom 3. Juni 2006)

 

Zeitreise zurück um vier Jahrhunderte

Wie erlebt ein Mensch von heute mit dieser riesigen Erblast, die natürlich auch ein unermesslicher Schatz ist, eine «Vesperae in festo pentecostes» von Orlando di Lasso, von dem der Hauptteil der in der Klosterkirche Rheinau aufgeführten Pfingstvesper stammt? - Dies zunächst: Der Kirchenraum stimmte in die Besinnlichkeit und das ruhevolle Zeitgefühl ein, die den Spätrenaissancemenschen (um 1600 herum) beseelten, wenn er zur feierlichen Vesper ging. Der Ablauf der Teilstücke - Psalmen, Antiphone, Schriftlesung, Magnificat, Vaterunser - war ihm lieb und vertraut. Und dass die Musik dazu sich in engem harmonischem Rahmen bewegte, war für ihn selbstverständlich - von «Harmonie» im heutigen Sinn sprach man sowieso noch nicht. Und wenn wir heute feststellen, dass sich alle Gesänge in modalen Bereichen und ungefähr im selben Tonumfang abspielten, so lag das nicht zuletzt an den Instrumenten, die eine begrenzte Stimmung aufwiesen, welche zu berücksichtigen war.

Das haben die Interpreten dieses Konzertes im Rahmen des Möglichen sehr geschickt zu variieren gewusst. Das «Divertimento vocale Freiburg» und das «Winterthurer Vokalensemble» haben sich unter ihren Dirigenten Beat Merz und Hubert Reidy zu einem leistungsfähigen Vokalkörper zusammengefunden, der vom einstimmigen Rezitativ über a-cappella- und instrumental-begleiteten Gesang bis zu festlichem Vollklang alle Formen zu modellieren und dank unterschiedlicher Verteilung in der Vierung und im Chor auch räumlich zur Geltung zu bringen vermochten.

(... ganzer Text, pdf 64kb)

(RITA WOLFENSBERGER, Schaffhauser Nachrichen vom 3. Juni 2006)

 

 

Das Mysterium in der Mehrchörigkeit

Der Programmtext versprach venezianische Mehrchörigkeit. Komponisten wie Andrea Gabrieli und sein Neffe Giovanni Gabrieli, beide als Organisten und Sänger in San Marco tätig, komponierten Musik für zwei oder mehrere Vokal- und Instrumentalensembles (Chöre), die von verschiedenen Stellen des Raumes aufeinander antworteten oder sich in Tutti-Passagen klanglich vereinigten. Deutsche Komponisten wie Jakobus Gallus, Hans-Leo Hassler und Heinrich Schütz, allesamt Schüler der obengenannten Venezianer, brachten die Mehrchörigkeit auch in den Norden.
Die reformierte Kirche Laufen hat weder die Architektur noch die Akustik des Markus-Doms zu bieten, bot aber den idealen Rahmen fürs Konzert des Winterthurer Vokalensembles unter der Leitung von Beat Merz. Die intelligente Programmzusammenstellung und die sorgfältige Besetzung der Chöre liessen das Konzert zu einem kleinen akustischen Mysterium werden. Mit bescheidensten Mitteln - kleiner Raum, kleiner Chor, Posaunenquartett - wurde ein Maximum an Wirkung erreicht. Jedes aufgeführte Werk hatte seine eigene Klanglichkeit. Bei doppelchörigen Werken wurde beispielsweise der eine Chor mit einer Vokalstimme und vier Posaunen, der andere Chor rein vokal besetzt. Je nach Werk liessen sich so die unterschiedlichsten Chöre bilden, so auch ein Frauenchor mit Altposaune neben einem Männerchor mit zwei Tenor- posaunen und einer Bassposaune.
Das Posaunenconsort "I Buccinisti" zeichnete sich aus durch warme Klangführung, sichere Intonation und perfektes Verschmelzen mit den Singstimmen. Oft meinte man, den Text, der polyfon in den Chorstimmen verarbeitet wurde, auch in den Posauneneinsätzen noch zu hören. Auch in den Instrumentalstücken vermochte das Ensemble akustische Glanzpunkte zu setzen.
Auch der Chor zeigte sich a cappella wie in Kombination mit den Posaunen von seiner besten Seite: In jeder Besetzungsform gelang die Ausgewogenheit unter den Stimmen. Keine Einzelstimme stach heraus, was bei fünf Sopranen, drei Altstimmen, drei Tenören und drei Bässen nicht ganz einfach zu realisieren ist. Die gute Aussprache machte das Textheft fast überflüssig. Für die Zuhörenden ein besonderer Genuss, die Textmalereien in der Musik Schütz' so zauberhaft klar erleben zu dürfen. Engagiert und sicher folgten die Singenden dem klaren und inspirierenden Dirigat von Beat Merz bis zum Schlussapplaus, um sich dann mit einer Zugabe zu verabschieden.

(Marei Bollinger, Schaffhauser Nachrichten vom 19. Dezember 2005)

 

 

What is our life?

Suche nach dem Sinn des Lebens
Was entsteht, wenn man Musik des 16. Jahrhunderts mit Tanz aus dem 21. Jahrhundert kombiniert? Ein kurzweiliges, anspruchsvolles Programm, sowohl für die Mitwirkenden als auch für die Zuschauer.

Bis am Donnerstagabend die Première aufführungsreif war, mussten die Beteiligten viel Arbeit in das aussergewöhnliche Programm stecken. Allen voran die Choreografin Ana Tajouiti, die auch das Konzept und die Kostüme mitentwickelt hat, und Beat Merz, der musikalische Leiter des Vokalensembles Winterthur. Die Idee zur Kombination von Vokalmusik der Renaissance mit zeitgenössischem Tanz war einer Sängerin des Vokalensembles schon vor längerer Zeit gekommen, erzählte Beat Merz, worauf er und sein Ensemble positiv reagierten. «Wir glaubten, wir stehen dann hinten an der Bühne mit den Noten in der Hand und die anderen tanzen», erzählte Merz lachend. So war es aber bei weitem nicht. Auch die 16 Sängerinnen und Sänger und Merz als Dirigent wurden in die Choreografie eingebunden. Dadurch musste der Chor die meisten Stücke auswendig vortragen, was angesichts der komplexen Strukturen der Renaissance-Madrigale eine sehr anspruchsvolle Aufgabe war.

(... ganzer Text, pdf 126kb)

(RAMONA FRÜH, Winterthurer Landbote vom 2. April 2005)

 

 

Das Mystische im Gesang

Das Winterthurer Vokalensemble hat mit dem Posaunenconsort "I Buccinisti" Renaissancemusik aus Venedig aufgeführt.

Hinter dem Konzerttitel "O Magnum Mysterium" verbirgt sich ein Renaissancekonzert mit anspruchsvollen, doppelchörigen Werken. Venedig war im 16. Jahrhundert ein Innovationszentrum, im wirtschaftlichen wie auch im musikalischen Bereich.
Während sich die Römer und Florentiner um "prima prattica" (=Palestrina-Stil) und "seconda prattica" (=früher Generalbass) stritten, haben die Komponisten in Venedig mit den Klängen der Instrumente experimentiert. Unter dem Begriff "chorus" verstand man in dieser Zeit jeden beliebigen homogenen Klangkörper.
Die Kompositionen von Gabrieli, Hassler, Gallus und Schütz sind so konzipiert, dass verschiedene chorische Besetzungen erlaubt sind. Das Konzert des Winterthurer Vokalensemble vom Freitagabend in der reformierten Kirche Veltheim war spannend, weil Dirigent Beat Merz die menschlichen Stimmen mit dem Posaunenconsort "I Buccinisti" gemischt hat. Im Magnificat von A. Gabrieli war der Chor II z. Bsp. mit Posaunen und Männerstimmen besetzt, der Chor I mit Sängerinnen und Sängern.
Das Posaunenconsort "I Buccinisti" zeichnete sich dur durch zwei Merkmale besonders aus: Die Mischung von zwei Tenor- mit einer Alt- und Bassposaune ergab einen warmen, gesetzten Klang, der immer auch eine strahlende Höhe enthielt. Die vier Musiker haben sich in den doppelchörigen Werken sehr subtil an das Vokalensemble an- und eingepasst. Sie interpretierten die Werke mit einem leichten, gleichmässigen An- und Abschwellen in den grossen Formteilen. Diese wellenförmige Dynamik machte die Gliederung der Musik hörbar und verlieh der Musik eine angenehme und gefällige Leichtigkeit.

Emotionslose erste Hälfte

Das Vokalensemble schien Mühe zu haben, sich in die weihnachtliche Musik einzufühlen. In der ersten Konzerthälfte sang es verhalten und konzentriert. Im Vordergrund schien die korrekte Wiedergabe der Noten zu stehen, und das wirkte emotionslos. Die todernste Aufmerksamkeit in den Alleluja-Teilen, oder in "Meine Seele freue sich" klang so schuldbewusst wie ein "Kyrie eleison".
Erst bei den deutschen Komponisten Schütz und Hassler vertraute das Ensemble auf seine Stärken: Gepflegte und kräftige Stimmen, voller aufeinander abgestimmter Chorklang, und Freude am Gesang. In dieser festlichen Art wurde eine Art Vorfreude auf Weihnachten spürbar. Die Interpretation des "Verbum caro factum est" lebte völlig auf.
Die Werke von Schütz hatten Schwung und die verschobenen Stimmführungen wurden transparent. Weihnachten bekommt eine mystische Dimension, wenn die Stimmen der Engel, vor 400 Jahren in Noten auskomponiert und heute mit dieser Begeisterung gesungen werden.

(HANS-GEORG RUTZ, Winterthurer Landbote vom 14. Dezember 2004)

 

 

What is our life?

(...) Obwohl die vierzehn voll ausgestalteten Werke, die zusätzlich noch um Instrumentaleinlagen ergänzt wurden, das Publikum pausenlos volle anderthalb Stunden forderte und obwohl sich die Lieder schwergewichtig in der düsteren Atmosphäre von Tod und Todessehnsucht bewegten, lag in der Aufführung eine andauernde fesselnde Spannung. Zum einen gab es hiefür ein paar ganz vordergründige Erklärungen. Es schien kaum fassbar, dass ein gutes Dutzend Chorsänger, das sich wegen der Fünfstimmigkeit in den oberen Lagen in Register zu zwei Stimmen aufteilen musste, eine derart anhaltend glasklare Intonation liefern konnte. Und dies unbesehen der Beanspruchung der Stimmen in einem dermassen umfangreichen Programm. Darüber hinaus schienen dem Chor all diese verflixten fliessenden Rhythmuswechsel, synkopischen Einsätze und Überlagerungen sowie die ständig wechselnde Stimmung durch die simultane Vertauschung von Begleit- und Cantus-firmus-Stimmen nicht die geringste Mühe zu bereiten. Jedes Register wusste sich spontan in seinen Stellenwert im Gesamtklang einzuordnen. (...) Ein eigentliches lautmalerisches Kabinettstücklein ist aber Clément Jannequins «La guerre», wo sich das Heer hörbar auf den Feind zuwälzt. Die Präzision des Chores in dieser kompakten Sammlung von rhythmischen Kostbarkeiten und sich überstürzenden Klangbildern unterstreicht einmal mehr die hohe Leistungsfähigkeit dieses Chores. (...)

(Bernhard Strässle, Winterthurer Landbote vom 11.Mai 2004)

 

 

Requiem von Victoria

(...) Im Übrigen zeichnete sich das Winterthurer Vokalensemble durch gepflegte in allen Stimmen ausgewogene Tonqualität, Intonationsreinheit und wache, wenn auch angemessen besonnene Ausdrucksgestaltung aus. (...)

(Rita Wolfensberger, Winterthurer Landbote vom 17.Juni 2003)

 

 

Tota pulchra es, amica mea

(...) Eine kulturelle Darbietung von so hohem Niveau, von solcher Vielfalt und Intensität in einer Dorfkirche hat Seltenheitswert.

(Werner Gysin, Winterthurer Landbote vom 27.März 2003)

 

(...) Der Chor beeindruckte mit seinen ausgewogenen Stimmen, der reinen Intonation und seiner Präzision und Dynamik, und nicht zuletzt mit seiner offensichtlichen Begeisterung und Hingabe, mit der sie die Musik lebendig werden liessen. (...)

(clg, Thurgauer-Zeitung vom 27.März 2003)

 

 

Christmas Carols

(...) Insgesamt verbreiteten die präzis und klangvoll vorgetragenen Weihnachtslieder einen himmlischen Genuss. Die Gäste aus Winterthur verfügen über ausgebildete Stimmen, die zusammen ein kompaktes, in sich gut ausgewogenes Ganzes bilden. (...) Von den einzelnen Interpreten beseelt wiedergegeben, bestachen die Darbietungen durch verschiedene Klangfarben und eine expressive Harmonik. Liebevoll korrespondierten die Musiker und überzeugten durch ihre leidenschaftliche Lebendigkeit. (...)

(Heidy Mumenthaler, Berner Oberländer vom 23.Dezember 2002)

 

 

Tota pulchra es, amica mea

(...) Die rund zwanzig Sängerinnen und Sänger des Winterthurer Vokalensembles vermochten die Werke überzeugend umzusetzen. Am eindrücklichsten gelang dies bei den deutschsprachigen, liedhaften Kompositionen Melchior Francks (...). Bei Franck fiel auch die ausgezeichnete Artikulation der Ausführenden ins Gewicht. Insgesamt boten die sehr präzis und klangvoll vorgetragenen Stücke einen himmlischen Genuss, dem ein als Zugabe dargebotenes "Ave Maria" die Krone aufsetzte.

(Helmut Dworschak, Winterthurer Landbote vom 21.März 2002)

 

 

Israel in Egypt

(...) Höchstnoten (...) Die komplizierten, teils achtstimmigen Chöre stellten grosse Anforderungen an den Chor von nur 32 Sängerinnen und Sänger, wie sie eigentlich nur Profis zu erbringen vermögen. Aber der ausgezeichnet geschulte und bestens disponierte, erweiterte Chor des Winterthurer Vokalensembles hat diese Aufgabe mit Bravour und mit einfühlender Hingabe gemeistert. Der Chor verfügt über eine Ausgewogenheit der Stimmen - in jeder Stimme acht Sänger bzw. Sängerinnen - die ihresgleichen sucht. (...) Es ist dem Dirigenten Beat Merz gelungen, mit seinem Chor und dem Orchester, unterstützt durch die hervorragenden Bläser und Schlagzeuger, eine Dramatik hervor zu zaubern, die einer Verdi-Oper wohl anstehen würde. (... ganzer Text, pdf 22kb)

(Walter Sturzenegger, Appenzeller Zeitung vom 29.Mai 2001)

 

(...) Wer es am Sonntag geschafft hatte, in der voll besetzten Rheinauer Klosterkirche einen Platz zu ergattern, der konnte in passender Umgebung eintauchen in diese uns heute so fremde, in ihrer bombastisch stilsicheren Inszenierung aber doch verführerisch schöne Barockwelt. Georg Friedrich Händels «Israel in Ägypten» stand auf dem Programm, beispielhaft aufgeführt in der englischen dreiteiligen Urfassung von 1739 vom Winterthurer Vokalensemble und dem Barockorchester der Orpheon-Foundation Wien unter der Leitung von Beat Merz, gespielt auf wirklichen Originalinstrumenten, also nicht auf Nachbauten; und um es vorwegzunehmen, es war nicht nur technisch wie interpretatorisch eine gelungene Aufführung, sondern es gelang vor allem, den barocken Zeitgeist in unsere Gegenwart hinüberzuretten. (...) Wer den Messias kennt, der fand in diesem Konzert allzu Bekanntes wieder, das Besondere aber war die überaus gelungene Inszenierung des Zeitgeistes, mehr als nur ein «normales» Konzert. (...ganzer Text, pdf 7kb)

(Manfred Zürcher, Schaffhauser Nachrichten vom 13.Juni 2001)

 

Oratorium meisterhaft interpretiert (...) Das äusserst anspruchsvolle Stück wurde konzentriert, und ohne je an eindringlicher Intensität zu verlieren, vorgetragen. (... ganzer Text, pdf 22kb)

(Eveline Rutz, Winterthurer Landbote vom 13.Juni 2001)

 

 

Accorrete belle Ninfe e Pastori

(...) Tonmalerisch imitierte das Chanson "Le Chant des Oyseaux" von Clément Jannequin karikierend den Gesang der Vögel. Äusserst temporeich und pointiert meisterten die Sängerinnen und Sänger die anspruchsvollen trillerartigen Partien und erzeugten so ein treffend hektisches Stimmengewirr. Neben derartiger kontrapunktischer Vokalmusik widmete sich das Winterthurer Vokalensemble bisweilen auch Instrumentalstücken, in denen Blockflöten, Violinen, Bassgambe und ein Spinett zum Einsatz kamen. Von den einzelnen Musikern beseelt wiedergegeben, bestachen die Darbietungen durch warme Klangfarben und eine expressive Harmonik. Liebevoll korrespondierten die verschiedenen Instrumente, gaben einander Raum für individuelle Aufführungen und überzeugten durch leidenschaftliche Lebendigkeit.

(Eveline Rutz, Winterthurer Landbote vom 24.März 1999)

 

 

O primavera

(...) Kostproben von Gabrielis Doppelchörigkeit waren die beiden Madrigale "Lieto Godea" und "O che felice giorno", bei denen sich der kleine Chor in zwei weitere Miniaturchöre teilte, die jedoch mit ihren Leistungen dank der vortrefflichen Sängerinnen und Sänger voll überzeugten. (...) Ohne Abstriche kann das Winterthurer Vokalensemble mit diesem Konzert eine ausgereifte Leistung verbuchen.

(Hans Künzle, Winterthurer Landbote vom 23.März 1999)

 

 

Missa Papae Marcelli (G.P.da Palestrina)

(...) Die rund zwei Dutzend geschulten Sängerinnen und Sänger erreichten in der sechstimmigen a cappella gesungenen Marcellus-Messe eine Reinheit der Intonation, eine Weichheit des Linienflusses, ein substanzielles Piano und einen Wohlklang, dass Palestrinas herrliche Musik in der Verklärung den Kirchenraum erfüllte. (...)

(Fred Sallenbach, Thurgauer Blatt vom 17.Juni 1998)

 

(...) Das Winterthurer Vokalensemble und sein Dirigent Beat Merz zeigten in der Palsestrina-Messe wie auch in weiteren eingestreuten Motetten, dass ihnen das Renaissance-Repertoire nicht nur vertraut, sondern geradezu in Fleisch und Blut übergegangen ist. Mit viel Sinn für klangliche Balance und die Durchleuchtung der kunstvollen Polyphonie sorgten die 24 Sängerinnen und Sänger für höchsten Kunstgenuss. (...)

(A.B., Schaffhauser Nachrichten vom 17.Juni 1998)

 

(...) Im Winterthurer Vokalensemble singen 11 Sängerinnen und 8 Sänger, lauter gut ausgebildete Stimmen, die ein kompaktes, in sich gut ausgewogenes Ganzes bilden, einen Klangkörper, der dem Dirigenten auf jeden Wink folgt und seine musikalischen Intentionen in schönen Klang umsetzt. (...)

(Werner Raths, Schaffhauser Nachrichten vom 29.September 1993)


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